Sie haben Fragen? Rufen Sie uns bitte an 030 / 45 04 52 46

Mehr zu CSR

Hier finden Sie Auszüge diverser CSR-Definitionen, eine Literaturliste mit Studien zu unserem Forschungsfeld und eine Linkliste weiterer Informationsportale zu dem Thema CSR. Die Aufführungen verfolgen nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sollen vielmehr einen Überblick über das Thema Corporate Social Responsibility (CSR) darstellen sowie Interessierten als Anregung für weitere Literaturrecherchen dienen.

Literatur & Definitionen

CSR-Pyramide nach Carroll

Als ein grundlegendes CSR-Konzept, hat sich die CSR-Pyramide nach Archie B. Carroll (1991) etabliert, auf deren Basis weitere Abgrenzungen von CSR erfolgen. Carroll teilt gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen in vier Ebenen: ökonomische, gesetzliche, ethische und philanthropische Verantwortung.

1. Die ökonomische Verantwortung besagt, dass ein Unternehmen mindestens kostendeckend wirtschaften muss.

2. Gesetzliche Verantwortung besagt, dass ein Unternehmen keinen illegalen Tätigkeiten nachgehen darf und die gesetzlichen Bestimmungen befolgen muss.

3. Ethische Verantwortung beschreibt die Anforderung an das Unternehmen fair und ethisch über die bestehenden Gesetze hinaus zu handeln.

4. Die vierte Ebene wird als philanthropische Verantwortung bezeichnet, sie beschreibt karitatives gesellschaftliches Engagement über die gesellschaftlichen Erwartungen hinaus.

Vgl. “Caroll, A.B. (1991): The Pyramid of Corporate Social Responsibility. Toward the Moral Management of Organizational Stakeholders”, Business Horizons, 39-48

CSR-Pyramide-Carroll

Definition der Europäischen Kommission

2001 wurde CSR von der Europäischen Kommission im Grünbuch „Europäische Rahmenbedingungen für die soziale Verantwortung der Unternehmen“ wie folgt definiert:

„Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren.“

Ende 2011 wurde in einer Mitteilung der Europäischen Kommission „Eine neue EU-Strategie (2011-14) für die soziale Verantwortung der Unternehmen (CSR)“ eine neue CSR-Definition vorgelegt:

 „Die Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft“

Die CSR-Handlungsfelder bilden gemäß dem „European Competitiveness Report“ der Europäischen Kommission die vier Dimensionen:

  • Mitarbeiter (workplace)
  • Markt (market-place)
  • Umwelt (environment)
  • Gesellschaft (community).

 

DIN ISO 26000

Am 1. November 2010 veröffentlichte die internationale Normungsorganisation ISO die internationale Norm ISO 26000 – „Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung“, die ohne Änderungen in die deutsche Norm übernommen wurde.
Die ISO 26000 definiert gesellschaftliche Verantwortung (CSR) wie folgt:

„Verantwortung einer Organisation für die Auswirkungen ihrer Entscheidungen und Aktivitäten auf die Gesellschaft und die Umwelt durch transparentes und ethisches Verhalten, das

  • zur nachhaltigen Entwicklung, Gesundheit und Gemeinwohl eingeschlossen, beiträgt;
  • die Erwartungen der Anspruchsgruppen berücksichtigt,
  • anwendbares Recht einhält und im Einklang mit internationalen Verhaltensstandards steht; und
  • in der gesamten Organisation integriert ist und in ihren Beziehungen gelebt wird“

Die Norm unterteilt CSR in sieben Kernthemen, die wiederum mehrere Handlungsfelder umfassen. Die Bedeutung der Handlungsfelder ist von Organisation zu Organisation verschieden. Die ISO 26000 dient anwendenden Organisationen zur Orientierung und stellt kein Managementsystem dar. Damit ist die Norm auch nicht zur Zertifizierung bestimmt.
Der Zweck der Norm wird in der ISO 2600 wie folgt definiert:

„Sie soll Organisationen dazu ermutigen, über die Einhaltung von Gesetzen hinauszugehen, wobei das Einhalten von Gesetzen eine grundlegende Pflicht jeder Organisation ist und einen wesentlichen Teil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung ausmacht.“

Die folgende Abbildung zeigt die sieben Kernthemen der Norm, in deren Mittelpunkt die Organisationsführung steht, sowie die jeweiligen Handlungsfelder der Kernthemen.

Mehr-zu-CSR-ISO26000

Vgl. „ISO 26000 (2010): Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung“, DIN Deutsches Institut für Normung e.V., Beuth Verlag, Januar 2011

Internationale Studien

 

Auszug internationaler Studien zum (positiven) Zusammenhang CSR und Commitment

  • Ali et al. (2010): Corporate Social Responsibility Influences, Employee Commitment and Organizational Performance. In: African Journal of Business Management. Vol. 4: 2796-2801.
  • Brammer et al. (2007): The Contribution of Corporate Social Responsibility to Organizational Commitment. In: International Journal of Human Ressource Management, 18: 1701-1719.
  • Ditlev-Simonsen, C. D. (2012): The Relationship Between Norwegian and Swedish Employees. Perception of Corporate Social Responsibility and Affective Commitment. In: Business & Society, XX(X): 1-25.
  • Peterson, D. K. (2004): The Relationship Between Perceptions of Corporate Citizenship and Organizational Commitment. In: Business & Society, Vol. 43: 296-319.
  • Rego et al. (2010): How the Perception of Five Dimensions of Corporate Citizenship and Their Inter-Consistencies Predict Affective Commitment. In: Journal of Business Ethics, 94: 107-127.
  • Shen, J. / Zhu, C. J. (2011): Effects of Socially Responsible Human Resource Management on Employee Organizational Commitment. In: The International Journal of Human Resource Management, Vol. 22: 3020-3035.
  • Stites, J. P. / Michel, J. (2011): Organizational Commitment in Manufacturing Employees: Relationships with Corporate Social Performance. In: Business & Society, Vol. 50: 50-70.
  • Turker, D. (2009): How Corporate Social Responsibility Influences Organizational Commitment. In: Journal of Business Ethics, 89: 189-204.
  • Greening, D. W. / Turban, D. B. (2000): Corporate Social Performance as a Competitive Advantage in Attracting a Quality Workforce. In: Business & Society, Vol. 39: 254-280.
  • Turban, D. B. / Greening, D. W. (1996): Corporate Social Performance and Organizational Attractiveness to Prospective Employees. In: Acad. Manage. J., 40: 685-672.
  • Turker, D. (2009): Measuring Corporate Social Responsibility: A Scale Development Study. In: Journal of Business Ethics, 85: 411–427.
  • Peterson, D. K. (2004): The Relationship Between Perceptions of Corporate Citizenship and Organizational Commitment.In: Business & Society 43(3): 296–319.

 

Netzwerke und Organisationen

 

Netzwerke, Forschung und Gesellschaft

 

Politik

  • CSR-Website der Bundesregierung (u.a. CSR-Aktionsplan) – www.csr-in-deutschland.de
  • CSR WeltWeit – Deutsche Unternehmen Global Engagiert (Informationsportal für gesellschaftliches Engagement ihres Unternehmens im Ausland) – www.csr-weltweit.de

 

Internationale Grundsätze und Standards

„MitCSR“ – Ein Projekt in Kooperation:   BeuthifafHWR